Was ich las: Silver Spoon Band 1

Ich könnte Yuugo Hachiken sein. Er hat beste Noten in der Middle School erlangt und wäre der perfekte Kandidat für eine Top-Uni, doch eigentlich hat er gar keinen Plan was er mit seinem Leben überhaupt anfangen soll.

Und während ich damals einfach der nicht ganz ernst gemeinten Idee, Spieleentwickler werden zu wollen gefolgt bin und mich für Informatik eingeschrieben habe (ein Studiengang, in dem die Abi-Note übrigens herzlich egal ist), hat es Yuugo an die Ooezo Agricultural High School nach Hokkaido verschlagen. Während er noch mit dem Erstkontakt zu Milchvieh und der Herkunft von Hühnereiern zu hadern hat, merkt Yuugo schnell, dass er auch hier so ziemlich der einzige ohne Lebenstraum oder zum mindest einem handfesten Zukunftsplan ist.

Das macht ihn sympathisch und baut Empathie auf; nicht nur zu Abiturienten-Kiki von damals, sondern auch zum Gecko von heute, der sich immer noch nicht endgültig von der Uni trennen konnte — vielleicht sogar insgeheim wegen mangelnder Perspektive? Jedenfalls geht mir Yuugos Weg an der Ooezo Ag und auch zu sich selbst deutlich näher als die Träume vom nächsten Hokage, vom größten Piratenkapitän oder vom besten Koch. Es müssen nicht immer Superlative sein. Denn wirklich zu sich selbst zu finden ist eigentlich eine viel größere Heldentat.

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