Das Gezeichnete ist politisch

Vor einiger Zeit sah ich mir die Aufzeichnung der Mangako “Manga-Konferenz” auf der Leipziger Buchmesse an, auf der eine Handvoll deutschsprachiger Persönlichkeiten der Manga-Szene über den Stand des Mediums hierzulande diskutieren. Auch wenn ich mit den Inhalten nicht immer übereinstimme, finde ich das Format sehr sehr wichtig und wünsche mir mehr solcher Panels und Diskussionsrunden, auf Buchmessen und anderswo. Auf Twitter habe ich dazu während des anhörens meine Gedanken umrissen, aus Faulheit verlinke ich an dieser Stelle den Start des Twitter-Threads anstatt das Geschriebene noch einmal zusammenzufassen. Ein Klick auf das Datum des Tweets führt zur Twitter-Seite mit dem restlichen Kontext.

Jedenfalls ging es in dem Panel auch um Boys’ Love, quasi das Dauerthema wenn es um die deutsche (Indie-)Mangaszene geht. Ich erwähnte, dass der “Female Gaze” (mehr zum Begriff in Kürze) ein inhärentes Problem des Genres darstelle, dessen Autoren per Definition weiblich sind; Comics über schwule Männer von (schwulen oder bisexuellen) Männern gezeichnet bezeichnet man als “Gay Manga”, veraltet auch “Bara Manga”. Aus einer begrifflichen Nachfrage entstand eine angenehme Diskussion auf Twitter, der ich nun — zugegeben mit etwas Abstand — meine umfassenden Gedanken anfügen möchte.

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